Bio

Ich bin Schwartz, Hassrapper & Liebesdichter. Meine Musik erscheint über Hirntot Records, meine Bücher über den Ach Je Verlag. Und viel mehr gibt es über mich eigentlich auch nicht zu sagen. Oder doch.

Geboren wurde ich 1981 in Köln, wo ich auch aufwuchs und meine Kindheit und Jugend verbrachte. Ich entwickelte früh Interesse an Büchern und Rap-Musik, las viel und hörte CDs von MC Hammer, LL Cool J und Ice-T. Später studierte ich Germanistik und Geschichte in Düsseldorf, nutzte die Zeit aber hauptsächlich, um Gedichte, Erzählungen und Songtexte zu schreiben, und brutale, samplebeladene Beats zu produzieren. Letzteres mit Erfolg: 2006 wurde ich von Blokkmonsta bei dem damals noch sehr jungen Berliner Untergrund-Rap-Label Hirntot Records unter Vertrag genommen.

Bei Hirntot Records veröffentlichten wir einen Haufen dreckiger und brachialer Rap-Alben, so dass wir es irgendwann mit Vater Staat zu tun bekamen. Im Zuge des „Hassrapper-Prozesses“ gelangten wir zu relativ zweifelhaftem Ruhm, und hatten uns fortan mehrere Jahre mit Razzien und Gerichtsverfahren wegen Gewaltdarstellung herumzuschlagen. Das Ganze haben wir auf der CD „Im Fadenkreuz“ verarbeitet. Seit einigen Jahren ist es jedoch aus dieser Richtung – zum Glück – still geworden.

Unseren größten musikalischen Erfolg hatten wir 2016, als wir mit dem Labelsampler „HT100“ auf Platz 8 der deutschen Albumcharts gechartet sind. Ende 2016 hatten wir auch mit der „Nie dran geglaubt“-Tour unsere ersten Konzerte. Wenige Monate später tourten wir mit Ruffiction auf der „Flaggen in die Luft“-Tour durch 12 Städte.

Neben meiner musikalischen Tätigkeit, habe ich auch immer geschrieben, sowohl Prosa als auch Lyrik. Meinen ersten Gedichtband „in der u-haft eines weiteren abends“ veröffentliche ich 2011 in Krash: Neue Edition, im Verlag von Enno Stahl. Mein zweiter Gedichtband namens „Vantablack“ erschien 2018 in Stephan Urbachs Ach Je Verlag. Außerdem schrieb ich „point noir“, eine trashige Fortsetzungsgeschichte im Stil amerikanischer Underground-Pulp-Literatur. Nach zwei Bänden stellte ich das Projekt allerdings vorerst ein.

Auch ansonsten war ich relativ umtriebig. 2010 hatte ich z. B. mit den anderen Jungs von Hirntot einen Gastauftritt in dem Film „Violent Shit 4.0“ der Indie-Regisseure Andreas Schnaas und Timo Rose. Es war mir eine Ehre, ein Teil der ultratrashigen „Violent Shit“-Filmreihe zu sein, welche unter Fans Kultstatus genießt.

Inspiration

Immer wieder werde ich gefragt, wer oder was mich zu meiner Musik oder meinen Texten inspiriert. Daher hier eine kleine Liste von Künstlern und Werken, die mich beeinflusst haben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Musik: Hauptsächlich Rap-Musik der härteren Schiene: Ice-T, NWA, Too $hort, MC Ren, Eazy-E, Beastie Boys, Boo-Yaa T.R.I.B.E, Public Enemy, HiJack, Killa Instinct, Celly Cel, Suga Free, Mac Dre, Mack 10, Spice1, South Central Cartel, MC Eiht etc. Soul, Funk & Disco-Funk: Mandrill, Rick James, Parliament, Wilson Pickett, The Dramatics, Bar-Kays, Isaac Hayes, Curtis Mayfield, The Meters etc.

Literatur: Schriftsteller wie Fjodor Dostojewski, Heinrich Mann, Ernest Hemingway, Henry Miller, James Joyce, Lew Tolstoj, Gustave Flaubert, Jorge Luis Borges, H.P. Lovecraft, Edgar Allan Poe, Günter Grass etc., Lyriker wie Gottfried Benn, Rolf Dieter Brinkmann, Georg Trakl, Stefan George, Marie-Luise Kaschnitz, Andreas Gryphius, Hugo von Hofmannsthal, Nelly Sachs, Günter Eich, Albert Ostermaier, Charlotte Warsen etc., außerdem Comics von Moebius, Enki Bilal, Frank Miller, Hugo Pratt, Gerhard Seyfried etc.

Filme: Heat, Dawn of the Dead, Cannibal Holocaust, Die 120 Tage von Sodom, American Beauty, Das 5. Element, Collateral, Halloween I + II etc.